Fragen-Dienstag mit Sabine (1 Kind, Beraterin für Social Media Marketing)

Heute macht Sabine bei meinem Fragen-Dienstag mit. Sabine ist Mutter eines Sohnes und Beraterin für Social Media Marketing. Vor ein paar Jahren hat sie sich mit „wortsinnig“ selbständig gemacht und berät kleine und mittelständische Unternehmen in allen Fragen rund Social Media.

Liebe Sabine, 
schön, dass du dabei bist und uns etwas über dich als berufstätige Mutter verrätst.

 

1. Was ist das Schönste für dich daran, eine berufstätige Mutter zu sein?  

Das schöne ist, dass ich vormittags, wenn mein Kind sowieso nicht da ist, mit Erwachsenen zu tun habe, mich mit anderen Dingen und Themen als „Kind und Erziehung“ beschäftigen kann und meine Gedanken nicht immer nur Familienangelegenheiten kreisen. Dass man dabei Geld verdient, ist ein schöner Nebeneffekt, für mich aber momentan nicht das Hauptargument. Ich muss aber auch zugeben, dass ich nicht arbeiten gegangen bin, bis mein Sohn 2 war. Da war ich ganz für ihn da, und das würde ich auch jederzeit wieder so machen, denn es war die schönste Zeit mit ihm, sehr innig und sehr intensiv!

2. Was machst Du, um Gelassenheit zu gewinnen oder Stress abzubauen?

Ich mache relativ viel Sport: laufen, wandern und Volleyball spielen. Gerade wenn ich im Wald laufe, wird die Zeit gedehnt, und selbst eine Stunde bringt dann schon sehr viel Erholung. Wenn ich dabei Gute-Laune-Musik höre, ist es noch besser. Einige Stunden Wandern an einem Samstag sind dann gleich wie ein ganzer Urlaubstag. Das versuche ich einmal im Monat hinzubekommen.

3. Was möchtest du dieses Jahr unbedingt einmal machen oder ausprobieren?

Beruflich: Ich möchte mir gerne mehr Wissen rund um IT, Programmierung usw. erarbeiten und habe mir daher Online-Kurse ausgesucht, die ich jetzt nach und nach absolviere.  

Privat: diesen Frühling war ich zwei Wochen alleine in der Provence zum Abschalten. Das würde ich gerne wiederholen, allerdings kann ich es erst 2019 tun. Öfter möchte ich meinem Mann das nicht zumuten.

4. Was machst du als Erstes, wenn dein Kind schläft?

Mein Sohn ist ja schon 12, da ist dieser Moment abends nicht mehr so wichtig. Dadurch, dass er schon alleine bleiben kann, habe ich auch tagsüber genug Zeit für mich. Aber früher war es so, dass ich mich dann mit meinem Mann aufs Sofa gepflanzt, ein schönes Glas Wein getrunken und über den Tag geredet habe.

Wir haben uns früher aber auch abgewechselt mit ausgehen und Sport, d. h. er kam von der Arbeit nach Hause (immer sehr spät, zwischen 19 und 20 Uhr) und ich bin dann sofort weggegangen. Klinke in die Hand geben – das gab es bei uns sehr oft!

5. Was ist Dein Tipp für berufstätige Mütter?

Man sollte nicht nur arbeiten, den Haushalt machen und für das Kind da sein, sondern sich immer sagen: Ein Vollzeitjob hat auch nur 8 Stunden am Tag, deshalb ist es ok, wenn man NICHT von früh bis spät nur ackert, sondern sich selber auch Freizeit gönnt. Und zwar nicht erst abends um 21 Uhr. Deshalb habe ich schon früh angefangen, Termine meines Kindes für mich selber sinnvoll zu nutzen. Z. B.: Wenn mein Sohn beim Sport oder bei einem Freund ist, gehe ich in der Zeit laufen oder zum Friseur o. ä.

Gut ist es, sich eine Mutter zu suchen, die das auch so machen möchte, und dann gegenseitig auf die Kinder aufzupassen. Mir persönlich hat das mehr gebracht, als immer nur kaffeetrinkend neben den spielenden Kindern zu sitzen.

Gelassener werden und weniger perfektionistisch, was Ordnung und Sauberkeit angeht. Nicht so viel kostbare Freizeit mit Putzen verbringen, lieber mit etwas, das einen wirklich zufrieden und glücklich macht. (Es sei denn, ein geputztes Fenster verschafft einem Zufriedenheit, dann sollte man das auch machen😉)

Eine Haushaltshilfe, die abends kommt und gleichzeitig Kinder hüten kann, ist perfekt. Wer es sich irgendwie leisten kann, sollte sich das gönnen. So kommt man mal raus, kann ins Kino gehen oder ähnliches, und wenn man wiederkommt, schlafen die Kinder friedlich und die Wohnung ist sauber. Besser geht’s kaum.

6. Was ist dein Lieblingszitat, Spruch oder Motto?

Sammle nicht Dinge, sondern Erlebnisse und Erinnerungen!

Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Sabine. Mehr über Sabine könnt ihr hier erfahren: www.wortsinnig.de.

Schreibe einen Kommentar